Fallen like the Rain

Tristan Rühl


Dies hier ist mein ganzer Stolz. Dies hier ist Fallen like the Rain. Mein Buch, meine Gedanken. Entsprungen aus langen Nächten und tiefen Phasen der Konzentration. Mein Werk, mein Meisterstück. Alles folgende ist ausschließlich meine eigene Arbeit. Sowohl Texte als auch Cover sind bis auf Hintergrund von mir bearbeitet worden.

 

Ich freue mich, dass Sie beschlossen haben der Lyrik Raum zu geben und mein Buch zu lesen.

Es wird wahrscheinlich nicht dem entsprechen, was Sie als Lyrik gewohnt sind. Es wird ihnen als eigenartig oder vielleicht abstoßend vorkommen, doch bei einer genauen Betrachtung werden Sie bemerken, dass alles seinen Sinn ergibt, wenn man sich an den vorgegebenen Rahmen der Szenerie hält.

Meistens wird man mit dem was man geschrieben hat, ob es nun Gedichte in der Schule sind, oder Pinnwandeinträge auf Web Sides, immer in Verbindung gebracht. Das an sich ist ja noch nicht falsch, doch dann versuchen viele Menschen, aufgrund des Gelesenen, auf den Charakter und auf die Empfindungen des Autoren zu schließen.

Hier beginnt der Fehler.

Mich hat schon als Schüler immer gestört, dass wir herausfinden mussten, was das geschriebene über die Empfindungen des Autoren aussagt. Wie soll man das jetzt entscheiden, wenn man den Autoren gar nicht kennt? Sie werden mir jetzt zustimmen oder nicht, dass ist gleich, doch trotzdem ist es mein Recht zu sagen, dass alle Handlung frei erfunden ist und sich so etwas niemals Gedanklich in meinem Kopf abgespielt hat.

Ebenfalls gibt es noch etwas zum Buchaufbau zu sagen. Das Buch ist eine einzige Diskussion zwischen einem Jungen und seinem zweiten Ich. Um besser verständlich zu machen, wer nun wer ist, versah ich jedes Vorblatt des jeweiligen Kapitels mit einem Zusatz. Der Zusatz „from the Unreal Element“, ist ein Zeichen dafür, dass gerade das Zweite, unreale Ich der Wortführer ist. Somit beschreibt der Zusatz „…from a fallen Heart…“ das Kapitel, in dem der Junge unter Benutzung seiner Realen Ressourcen agiert. Einmal verstanden, ist es leicht dem Buchprinzip zu folgen, auch wenn es am Anfang vielleicht etwas ungewohnt sein wird. 

Wenn nun damit alle etwaigen Fragen aus dem Weg sind, können wir uns doch nun dem Thema zuwenden.

 

Fallen like the Rain handelt von einem Jungen, der eine gespaltene Persönlichkeit, oder ein zweites Ich entwickelt hat, dass jedoch für ihn so real ist wie eine zweite Person, die ihm von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht. Doch nach vielen Jahren erkannten beide, in welcher Lage sie sich befanden und dass es nur einen von ihnen geben konnte. Beide litten über die Jahre unsägliche Psychische Qualen die ihre Situation hervorgerufen hatte. Irgendwann fing unser Junge an, sich seinen Gegner als wunderschöne Erscheinung in Form einer Frau vorzustellen. Seine Phantasie bescherte ihm eine Ausgeburt der Schönheit, für die es für unseren Jungen keine gleiche gab. Doch er wusste wie gefährlich sie für ihn werden konnte. Immer wieder führte er kämpfe gegen sie, er entwickelte Gefühle wie Hass und Liebe für sie und er fing an zu vergessen, welche Welt realer war. Bald brachte er sein irdisches Leben nur noch so hinter sich, um endlich Zuhause allein in den tiefen seiner Gedanken versinken zu können. Er wusste, er musste sie loswerden, doch er wusste auch, was das für ihn bedeuten würde: Die vollständige Einsamkeit.

Und dennoch kämpfte er und dennoch versuchte er zu siegen. Es war eine Notwendigkeit, ein Zwang, den keiner von beiden kontrollieren konnte. Sie kämpften ohne Sinn, ohne Sieg und ohne eine Aussicht auf die letzte Schlacht. Doch heute wusste unser Junge, dass es anders war.

Auch heute würde er kämpfen. Doch heute würde sich einer von ihnen beiden nicht mehr erheben.

 

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Mitten im Nirgendwo ist ein einsamer Platz, umgeben von Dunkelheit und Schwärze. Leichter Regen umgibt den ganzen Schauplatz und außer dem prasseln desselben, ist kein Laut zu hören. Mitten in dieser Trostlosen Szenerie steht ein Junge. Hager, dünn und klein. Er ist unbewaffnet und steht einfach nur so da.

Der stetige Regen hat ihn ganz durchnässt doch darum scheint er sich nicht zu kümmern. Er wartet auf die Ankunft eines Vorboten seiner letzten Finalen Schlacht, die er mit sich selbst ausfechten muss. Dort! Ein kleiner Lichtschweif wird sichtbar.

Das kann nur eines bedeuten:

 

Sie ist endlich angekommen.

 

Lassen wir den Dingen ihren Lauf.

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